(2) Nichts zum Anziehen

Was zieht man an, wenn man nichts anderes hat als ein rotes Ballkleid?

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„Müssen wir eure Sachen aus dem Hotel holen?“

„Nein, das Zimmer ist bis morgen gebucht. Ich wollte Emily wenigstens noch einen Tag am Strand gönnen, wenn du mich doch nicht hättest haben wollen“, grinste Elly Hannes an.

„Also warst du dir doch nicht so sicher.“

„Doch, ich war mir meiner Gefühle hundertprozentig sicher. Aber auf deine habe ich nur gehofft und mich auf Sofies Aussagen verlassen müssen. Ich konnte nicht wissen, dass du es mir so leicht machen würdest. Obwohl du mich gestern schon ziemlich hast zappeln lassen.“

„Zu recht, Frau Fischer.“

Elly pustete ihre Backen auf und schmollte wie ihre Tochter es immer tat.

Hannes nahm zwei Finger, drückte ihr Wangen zusammen und küsste sie. Sie musste lachen.

„Laufen wir am Strand entlang zu meinen Eltern, wenn wir nicht ins Hotel müssen?“

„Gerne, aber auch wenn wir nicht gleich alle Koffer holen müssen, müssen wir ins Hotel. Oder soll ich mein Ballkleid durch den Sand schleifen?“

„Sofie hat im Schrank einige Klamotten deponiert. Sie ist zwar ein bisschen kleiner als du, aber vielleicht findest du was.“

Elly durchstöberte den besagten Schrank und fand eine Jeans, die ihr passte, allerdings nur bis zu den Waden reichte. Sofies T-Shirts waren bei ihr bauchfrei, was Elly zum Anlass nahm, sich eines von Hannes Hemden zu greifen, von denen ebenfalls einige im Schrank lagen. Sie steckte den vorderen Teil in die Hose und drehte sich vor Hannes.

„Geht das?“

„Ich sehe, ich werde meine Hemden zukünftig teilen müssen“, seufzte Hannes. „Du siehst entzückend aus.“