(13) Kofferpacken

Das Kofferpacken für die Messe macht Elly zu schaffen. Was soll sie mitnehmen? Und warum ist Emily nicht da?

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Einige Wochen später packte Elly einen Blazer in ihren Koffer, nahm ihn wieder heraus und legte einen anderen hinein. Das gleiche Spiel wiederholte sie mit ihren Blusen. Als sie begann, sich Gedanken über ihre Unterwäsche zu machen, klappte sie den Koffer zu und setzte sich daneben. Sie schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken. Was zum Teufel machte sie da? Simon hatte recht. Was scherte es sie, ob Florian sie noch liebte oder nicht? Er hatte sie zutiefst verletzt. Er hatte sie gehen lassen. Aber verdammt, er hatte etwas an sich, das ihre Sexualhormone durcheinanderbrachte.

Nein, sie musste einfach nur seine Nähe meiden, nicht mit ihm allein sein und den Abend mit den Kollegen verbringen. Sie liebte Hannes. Dessen war sie sich so sicher wie der Tatsache, dass sie Eleonore Fischer hieß. Das war das einzige, was zählte. Wollte sie wegen ein paar Hormonen ihre für sie so wertvolle Familie riskieren? Entschlossen klappte sie ihren Koffer auf, sah seinen Inhalt noch einmal durch und zog schließlich den Reißverschluss zu.

Hannes tauchte im Türrahmen auf. „Fertig?“

„Ja“, antwortete sie, ohne sich zu ihm umzudrehen. Sie war fix und fertig.

„Emily hat angerufen. Sie kommt nicht zum Essen.“

Jetzt fuhr Elly herum. „Schon wieder? Wenn du kochst? Warum?“

„Steffi hat Bolognese gekocht und die mag sie wohl lieber als mein Risotto.“ Hannes zuckte belanglos mit den Schultern.

Elly hingegen runzelte die Stirn. „Seit der Zeit allein mit mir hängt ihr Bolognese zum Halse raus. Nein, ich habe schon seit längerem das Gefühl, dass da etwas anderes dahintersteckt. Sie ist kaum noch bei uns und weicht mir aus. Ich werde mit ihr reden, wenn ich zurück bin.“ Sie seufzte. „Ist irgendetwas zwischen euch passiert?“

„Nichts, das mir bewusst wäre. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass sie sich auf unserem Ausflug zu Sofie letztens anders verhalten hätte. Bist du sicher, dass du dir das nicht einbildest?“

Elly schüttelte ratlos den Kopf. „Ich bin sicher. Ich liebe Risotto, besonders, wenn ich es nicht kochen musste. Lass uns essen.“